Tulum nach Oaxaca – Roadtrip
Zugegebenermassen hört und liest man ja einiges und fragt man dann ChatGPT nach, wie in etwa die Situation in Mexiko aktuell ist, so bleibt man am besten ganz zu Hause.
Natürlich schreibe ich aus einer extrem komfortablen Lage und ist meine Erfahrung ein winziger Ausschnitt einer grösseren, schöneren und schrecklicheren Realität. Was ich jedoch nach diesem Disclaimer schreiben kann ist das folgende:
Tanken: Problemlos
Fahren: Problemlos
Essen: Fantastisch
Wetter: Auto. Egal. (i.d.R. schön) sehr schön.
Airbnb: Problemlos
Militärcheckpoints: Problemlos
Verkehr: Problemlos
Nein, ich bin selber noch etwas überrascht, vielleicht ist es Anfängerglück, aber wir hatten super 3 Tage auf der Strasse und sind von Tulum nach Bacalar, von Bacalar nach Palenque, von Palenque nach Juchitan de Zaragoza und von dort nach Chacahua gefahren.
Im Schnitt 7-8 h am Tag und wir konnten die Zeit voll geniessen. Ja wir wissen, dass man in Mexiko auch super Bus fahren kann, wollten jedoch bewusst diese zwei Wochen mit dem Auto unterwegs sein.
Am schönsten war, nach dem touristischen Tulum aufs Land zu kommen und die enorme Vielfalt der Regionen zu sehen. Mexiko ist riesig und so durften wir etwas einen Einblick bekommen.
In Palenque haben wir eine alte Maya Stadt besucht. Fährt man mit dem Mietwagen auf den Parkplatz, und man dann ehrlicherweise zugibt kein Archäolog zu sein (Schweizer Regenjacken und Survival Jungle gear erklärte diese Verwechslung) zahlt man zuerst für den Parkplatz (Nicht wie am Flughafen in Zürich, aber man zahlt. Dann kommen 2 Tourguides, die einem ein Bild von einem Jaguar zeigen, und eine Karte, auf der man das Gefühl hat, man müsse eine 10 tägige Expedition machen um irgendwas zu sehen. Dann sagt man freundlich nein Danke, wir können 3 km laufen und dann zahlt man für den Park, und dann zahlt man nochmals für den Erhalt der Biosphäre. Dann läuft man los und vom nächsten Tourguide wird man gefragt, ob man die jetzt schon 4 km wirklich laufen will. Und dann läuft man einer Strasse entlang, an der man vom Erhalt der Biosphäre nicht mehr so viel merkt.
Kommt man an, (knapp 15min zu Fuss) war der Park super ausgeschildert, sehr wenig Leute und die Ruinen im Dschungel sind enorm eindrücklich. Wir hatten viele Fragen, u.a. wie bauen? Wo leben? Was essen? Warum Menschen opfern? Etc .etc. wir haben uns dann einen ARTE Podcast reingezogen: Maya irgendwas, wissen zum einschlafen, wir wissen nicht unbedingt mehr, eingeschlafen fast, aber einfach Mais war wichtig. Aber auch ARTE konnte uns nicht sagen, wie 3000 Vor Christus die Menschen dort die riesigen Dinger hingeknallt haben.
Jetzt sind wir vier Tage in Chacahua, surfen! Leslie machts super!
Ah und ich hatte einen Skorpion auf der Hand. Quitschet wienes badeäntli hani. Aber alles guet. Isch im wöschsekli gsi.